Holzrohre auf Stativen, überall im Ort verteilt. Menschen bleiben stehen und versuchen den Zweck zu ergründen. Manch merkwürdige Szene spielt sich da ab. Doch die Neugier ist geweckt, auch bei Hildegart und Clemens Zeller.

Stammgäste

Die beiden Hessen kommen seit elf Jahren nach Bodenmais, je zweimal im Jahr ins Hotel Neue Post. Die Holzrohre haben sie schon bei der Ankunft entdeckt und durchliefen ebenso die einzelnen Stadien von Verwunderung bis hin zu dem Entschluss, bei der angekündigten Eröffnung des Weges mit dabei zu sein.

Viele Helfer

Bernhard Mosandl, Chef der Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH (BTM), hatte auf den Vorplatz des Neuen Rathauses eingeladen, um gemeinsam mit Bürgermeister Joli Haller die Informationstafel zum Rohrwanderweg zu enthüllen. Mit dabei: Elke Brem und Diana Weikl von der BTM, die für der Umsetzung und der Bewerbung des Weges zuständig sind, sowie der mit der Gestaltung der Rohre beauftragte Walter Schreiner, die Sponsoren vom Hotel Adam Bräu in Person von Susanna Adam und Roland Pongratz und Ideengeber Klaus Pister. BTM-Mitarbeiter Frank Keller entwickelte außerdem in Gewinnspiel, das bei erfolgreicher Absolvierung des Weges das ein oder andere Schmankerl als Preis verspricht.

Zu Fuß sehen

Den Gast dazu verführen, den Ort zu Fuß zu erkunden, das war das erklärte Ziel der Initiative. Gemeinderat Klaus Pister, der den Vorschlag zum Fernrohrwanderweg aus einem Urlaub mitbrachte, erklärt es aus der anderen Perspektive: „Wer nur im Auto durch den Ort fährt übersieht die faszinierendsten Flecken. Eben jene Details, die Bodenmais ausmachen.“ Die Rohre sollen Lust machen zu schlendern, zu schauen und anhand der angebrachten Texte Basisinformation liefern, immer mit einem Augenzwinkern. Kostprobe gefällig? Der Herrschafts-Blick: A(R)BER – bitte mit Würde durchschauen, denn du siehst hier den „König des Bayerwaldes“. So steht es geschrieben und macht in diesem speziellen Fall nur Sinn für bei schönem Wetter. Die übrigen Rohre sind aber durchaus auch als Schlechtwetter-Wanderung sinnvoll, zeigen sie doch besonders auf Details im Ort. Oder wüssten Sie, wo sich am Marktplatz ein Hirschgeweih finden lässt?

Finale Enkehr

Das Ehepaar Zeller wird es jedenfalls entdeckt haben. Sie sicherten sich gleich den ersten Flyer zum Fernrohrwanderweg direkt aus den Händen von Bernhard Mosandl und machten sich auf den rund zwei Kilometer langen Weg durch Bodenmais. Zum Finale freuten sich die beiden Stammgäste auf die Einkehr beim Adam Bräu.