Er ist eine Legende unter den bayerischen Abenteurern. Ob bei Urvölkern in der Kalahari, auf Borneo oder in Äthiopien, auf Expeditionen in Tibet, der Mongolei oder am Nordpol – Georg „Schorsch“ Kirner hat schon einiges erlebt. Rastlos bereiste er die entlegensten Ecken dieser Erde, immer interessiert an der Welt an sich, ganz besonders aber an den Menschen, die dort leben. Mehr als ein halbes Jahrhundert verbrachte er ein spannendes Leben in aller Herren Länder und noch mit 67 Jahren marschierte er zu Fuß zum Südpol. Mit 80 Jahren lässt es Schorsch nun etwas ruhiger angehen: Mit seinen Wander-Beiträgen für die Sendung „Wir in Bayern“ des Bayerischen Rundfunks stellt er die schönsten Ecken des Freistaates vor. Dabei darf die Wanderung zu den Bodenmaiser Rißlochfällen natürlich nicht fehlen!

Zufälliger Besuch

Es sei ein Zufall gewesen, von diesem herrlichen Ort zu erfahren, erklärte der joviale Georg Kirner bei seiner Ankunft in Bodenmais. Bei einer Veranstaltung am Tegernsee bekam er den Tipp, doch einmal das Rißloch vorzustellen, jenes traumhafte Naturschutzgebiet, das jeder Besucher des Bayerischen Waldes gesehen haben sollte. Gesagt, getan. Für seine Reihe in der Heimatsendung „Wir in Bayern“ testete er die zweistündige Wanderung rund um den Rißbach und ließ sich dabei von Wolfgang „Woife“ Schreil in die Geheimnisse um den Bodenmaiser Bergwald einweihen. Eifrig machte er Notizen und sammelte alle relevanten Daten, die interessierte Wanderer für einen Besuch im beliebtesten Bayerwald-Ferienort brauchen.

Erlebnisse statt Video

In der Sendung greift er dann nicht etwa auf Video-Sequenzen zurück, sondern berichtet selbst von seinen Erlebnissen. In seiner unnachahmlichen Art beschreibt er seine Wanderung und untermalt diese mit eingeblendeten Fotografien. Was altmodisch klingt ist im Resultat jedoch wesentlich spannender als ein Film mit Kommentaren aus dem Off.
„So einen Mensch wie den Kirner Schorsch gibt es alle 100 Jahre nur einmal!“ Kein geringerer als Bergsteiger-Legende Reinhold Messner soll dies über den bayerischen Abenteurer einst gesagt haben.