Neues vom Hammerhof

Kothinghammer – wie bei so vielen Flecken rund um Bodenmais zeugt auch der Name dieses Ortsteiles von seiner Vergangenheit in der Erz-Verarbeitung aus dem Silberberg. Das Bergwerk und die Erzgewinnung sind Geschichte, doch die jüngere Historie des Bodenmaiser Ortsteiles ist lebendiger denn je.
Es ist das Jahr 1989, in dem Eckard Baumgartner gemeinsam mit seiner Frau Maria das Hotel Hammerhof eröffnet. „Im Kothinghammer stand eigentlich nicht viel mehr als ein Gutshof“, erinnert sich Baumgartner heute. Um den Hof in seiner Gesamtheit erhalten zu können riß er die alten Gebäude ab und erbaut das Ferienhotel Hammerhof mit 50 Betten. Keine sieben Jahr später kommen noch einmal 40 Betten hinzu, der Hammerhof blüht auf und wird zu einem der führenden Häuser in Bodenmais. Sechs Jahre später folgt der Wellness-Bereich, das Sommerland, und trotz dieser großen Investitionen ist das Hotel 2007 schuldenfrei. Maria ist dabei Herz und Seele vom Hammerhof, mit ihrer herzlichen und liebevollen Art umsorgt sie die Gäste. „Wir waren, und sind, immer schon gut ausgelastet und mit vielen Stammgästen gesegnet, die die besondere Lage außerhalb der Ortschaft zu schätzen wissen“, weiß der Eckard Baumgartner heute zu berichten. Und während draußen die Natur mit ihren kostenlosen Angeboten aufwartet, seien es Wanderwege oder die direkte Anbindung an die Langlauf-Loipe, kann im Hotel regelmäßig investiert werden. Heute gibt es kaum mehr einen Bestandteil des Hammerhofes der älter ist als zehn Jahre, vieles wurde gar erst in letzter Zeit komplett erneuert. Eines jedoch fehlt noch: eine Gedenktafel an der Hammerhof-Kapelle in Kothinghammer, mit der Aufschrift „In liebevoller Erinnerung an Maria“. Es ist der Erinnerung an seine verstorbene Frau gewidmet, ohne die, wie er sagt, das alles nicht möglich gewesen wäre: „Die positive Energie, die Nähe zum Gast und eine ganz besonders herzliche Gastfreundschaft.“ Das ist es was den Hammerhof noch viel mehr prägt als die Lage oder gemütliche Zimmer. Dieser Geist lebt heute noch weiter in diesem Hotel, auch mit der neuen Besitzerin. „Meine beiden Söhne werden das Hotel nicht weiter führen, so entschied ich mich für den Verkauf.“ Und mit Verena Kölbl fand sich die perfekt Nachfolgerin.

Preisgekrönt

„Als ich das erste Mal im Hammerhof ankam und das Personal kennen lernte wusste ich, dass der Hammerhof ein richtiger Glücksgriff ist“, bestätigt Verena Kölbl. Und das ist nicht nur ein Gefühl, sondern durchaus messbar: Vier mal gewann Eckart Baumgartner mit seiner Mannschaft den TUI Holly Award, zuletzt im Jahr 2016 und gab damit Verena Kölbl ein schönes Präsent mit auf den Weg.
Der TUI Holly Award wird an die hundert beliebtesten Hotels des bekannten Reiseveranstalters verliehen – und zwar weltweit! In Deutschland schafften es im letzten Jahr gerade einmal vier Hotels auf die begehrte Liste, die auf der Buchungsseite dann einen gewissen Sonderstatus garantiert. Die Entscheidung treffen dabei ausschließlich die Gäste, durch ihre Bewertung auf dem Portal. Für 2017 darf sich nun also das Hotel Hammerhof mit dem Titel des TUI Holly Awards schmücken und darüber hinaus mit der Auszeichnung TUI Top Quality. Diese Auszeichnung erhalten wiederum nur Hotels, die bei der Frage nach der „Bewertung der Unterkunft insgesamt“ mehr als 8,7 von 10 Punkten erreichen. Eine Bewertung, die sich nicht alleine durch eine tolle Infrastruktur erreichen lässt. Die Freundlichkeit und Kompetenz des Personals und das gesamte Umfeld des Hotels spielen hier eine große Rolle und beides stimmt einfach beim Hammerhof.

Neue Besitzer

Die Arbeit, die auf Verena Kölbl und ihren Bruder, mit dem sie das Hotel gemeinschaftlich führt, zukommen wird ist daher überschaubar. „Wir können uns voll auf kleinere Ausbauten und Verbesserungen konzentrieren“, freut sich die neue Besitzerin. So lässt sich der „Sommerland“-Wellnessbereich im Obergeschoss noch ausbauen und somit ein Fitness-Studio integrieren. Ebenso könnten Saunen im Außenbereich entstehen. Im Hotel selbst sind neue Suiten geplant. Wobei keine dieser Maßnahmen wirklich dringlich oder im Wortsinn „notwendig“ sind. Der Hammerhof soll sich weiterentwickeln und die Grundlagen sind dafür ideal. Und Verena Kölbl weiß, wovon sie spricht. Auch wenn sie lange nicht in der Heimat tätig war, gelernt hat sie viel in der Tourismusbranche. Insgesamt zehn Jahre verbrachte sie in den USA, wo sie Tourismus, Hotel- und Finanzwesen studierte. Karriere machte sie dann bei Starwood, einem der größten Hotelunternehmen weltweit. Später wechselte sie zu einer vergleichsweise kleinen Hotelkette ins Revenue-Management, beschäftigte sich also mit der Optimierung der Nutzung vorhandener Ressourcen. Besser hätte sie es also kaum treffen können mit ihrem Glücksgriff, als sie, zurück in der Heimat, nach drei Jahren Mutterschutz wieder eine Aufgabe suchte und im Hammerhof fand.

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Hotel Hammerhof:

www.hammerhof.de